Nein zu Bush und allem, wofür er
steht!
Keine
Kollaboration mit der Besatzung – Alle fremden Mächte, sofort raus aus dem
Irak!
Menschen der Welt, vereinigt euch,
um die US-geführte imperialistische Offensive zu stoppen!
Einer der größten Verbrecher der
Weltgeschichte, der US-Präsident Bush, besucht Europa in dem Versuch, seine
schon begangenen Verbrechen zu rechtfertigen und Komplizen für die neuen
Verbrechen zu rekrutieren, die er plant. Seit dem 11. September 2001 hat Bush
unter dem Deckmantel des eines sogenannten „Anti-Terror-Krieges“ die USA und
ihre Verbündeten in einem der blutigsten Kreuzzüge der kolonialen Eroberung
geführt, die die Welt je gesehen hat. Bush hat gesagt, dass diese weltweite
Offensive „mindestens eine Generation“ andauern wird. Er hat erklärt, dass es
das Recht der USA sei, „präventiven Krieg“ gegen jedes Land auf der Welt zu
führen, das sich nicht ihren Forderungen nachkommt. Und zusammen mit den
Führern aller Großmächte der Welt – einschließlich derer, die sich bis jetzt
geweigert haben, sich an der Invasion und der Besetzung des Irak offen zu
beteiligen – haben sie gemeinsam eine neue Weltordnung ausgerufen, in der kein
Land der Dritten Welt irgendein Recht auf nationale Souveränität überhaupt hat.
Also besetzen heute nicht nur US- und britische, sondern auch Tausende von
deutschen, französischen, spanischen, italienischen, holländischen und anderen
Soldaten mehr als ein Dutzend Länder rund um die Welt. Das Resultat dieser
Offensive ist unsägliche Zerstörung und Tod.
In Afghanistan starben Zehntausende, als
die USA gemeinsam mit allen europäischen Großmächten in das Land einfielen und
in Drogengeschäfte verwickelte Warlords und Mullahs an die Macht brachten,
indem sie die reaktionären Taliban durch ein neues, unter ihrer direkten
Kontrolle stehendes Marionetten-Regime ersetzt haben. Der Hauptunterschied zu
vorher besteht jetzt darin, dass das neue Regime westlich ausgebildete Sprecher
hat, die den Medien gegenüber leere Phrasen über „Demokratie“ plappern in dem
Versuch, den wahren mittelalterlichen Charakter ihrer despotischen islamischen
Herrschaft zu verbergen.
Nachdem UN-Sanktionen gegen den Irak dort
innerhalb eines Jahrzehnts mehr als 500.000 unschuldige Menschen –
hauptsächlich Kinder – den Tod brachten, wurden die gleichen „Massenvernichtungslügen“,
die zur Entschuldigung dieses Verbrechens benutzt worden waren, wieder
aufgewärmt, um die Invasion und Besetzung dieses Landes zu rechtfertigen. Dies
führte zum Tod weiterer 100.000 Zivilisten, um nicht die Tausenden von
irakischen Soldaten, Widerstandskämpfern und anderen Soldaten, die ums Leben
kamen, zu erwähnen. Nun wird eine Wahlfarce, durchgeführt unter Bedingungen von
Besatzung und Krieg, als „Sieg der Demokratie“ und „Beweis“ für die
Gerechtigkeit der US-geführten Invasion und Besatzung angeführt. Eine Wahl, bei
der aus „Sicherheitsgründen“ die Namen der meisten Kandidaten geheimgehalten
wurden und bei der die Zerstörung der Stadt Falluja und das Massaker an
Hunderten oder gar Tausenden ihrer Bewohner und Widerstandskämpfer die
wichtigste einzelne „Wahlkampfveranstaltung“ war. Eine solche Wahl wird als
eine Vision für die Zukunft dargestellt.
Das ist eine „Vision von Demokratie“, in
der Abu Ghraib und Guantanamo nur die Spitze des Eisbergs eines ganzen
Netzwerks geheimer CIA-Gefängnisse sind, die rund um die Welt errichtet worden
sind. In diesem demokratischen Gulag verschwinden Gefangene spurlos in die
Folterkammern, viele für immer.
Wie üblich muss die Aggression im Ausland
von Repression zuhause begleitet werden. Das Bush-Regime hat einen allseitigen
Angriff auf die Grundrechte der Menschen in den USA begonnen. Es hat erklärt,
dass in dieser Ära des „unbegrenzten und endlosen Krieges“ praktisch alle
Formen von Protest und Widerstand ein „Sicherheitsrisiko“ oder gar
„Unterstützung des Terrorismus“ seien. Das Regime in Washington hat
proklamiert, dass Kaiser Bush die Macht hat, jeden in den USA – und jede andere
Person in der Welt – zu einem „feindlichen Kämpfer“ zu erklären, der
weggesperrt wird ohne Recht auf Berufung, so lange, wie Kaiser Bush es bestimmt,
oder gar getötet wird, wenn eine Gefangennahme nicht „durchführbar“ ist.
Als wenn das nicht schon genug wäre,
erklärt Bush, es sei „Gottes Wille“, dass er Präsident ist, und dass es kein
Gesetz über der Bibel gebe. Er und die anderen christlichen Fundamentalisten,
die sein Regime und seine Sozialbasis bilden, haben nicht nur erklärt, das es
ihr „heiliges Recht“ sei, die Welt zu beherrschen, sondern auch dass es
„sündhaft“ sei, wenn die Regierung elementare Sozialleistungen wie
Gesundheitsversorgung, Wohnungen und Rente gewährleistet. Diese
obskurantistischen christlichen Mullahs bereiten systematisch ein offen
faschistisches theokratisches Regime in den USA vor. Und ihr Führer – der
tollwütige Bush Jr. – wird mit Ehre und offenen Armen von Regierungen und Staatsoberhäuptern
in ganz Europa willkommen geheißen. Sie erklären lauthals, dass sie „gemeinsame
Ideale und Werte“ mit diesem reaktionären Verbrecher und dem von ihm
vertretenen System von Ausbeutung und Unterdrückung teilen.
Natürlich haben sie, was den letzten
Punkt angeht, recht. Auch wenn sie die Vision der USA von einer unipolaren Welt
nicht akzeptieren und in einer zunehmend tödlichen Konkurrenz mit den USA um
ihren „gerechten Anteil“ am Reich stehen, stimmen sie mit Bush vollkommen darin
überein, dass die imperialistischen Großmächte der Welt das „Recht“ haben, über
die überwiegende Mehrheit der Menschen auf der Welt wie auch ihre eigenen „Subjekte“
zuhause zu herrschen. All ihr Gerede von einem „neuen Kapitel der
transatlantischen Kooperation“ kann nichts an der Tatsache ändern, dass sie
verzweifelt darum manövrieren und taktieren, ob oder unter welchen Umständen
der Iran, Syrien, Nordkorea oder irgendein anderes potentielles Opfer das
nächste Ziel für einen Angriff und/oder eine Invasion sein soll. Gleichzeitig
haben sie alle entweder offen oder klammheimlich der US-geführten Offensive in
aller Welt Hilfe geleistet und das Bush-Regime bei der Einschränkung und sogar
Beseitigung der politischen Rechte der Menschen eifrig nachgeahmt. In jedem
Land Europas werden jetzt alle Arten von Protest zunehmend kriminalisiert oder
gar als „terroristische“ Akte gebrandmarkt. Die EU-Länder haben sich den USA
angeschlossen, um praktisch alle Widerstands- und Befreiungsbewegungen rund um
die Welt als „terroristisch“ zu bezeichnen. Das eklatanteste Beispiel ist zur
Zeit ihre anhaltende gemeinsame Unterstützung – einschließlich massiver
Militärhilfe – für König Gyanendra von Nepal, der vor wenigen Wochen das
Kriegsrecht in dem Versuch verhängt hat, die absolute Monarchie
wiedereinzusetzen und die Revolution dort zu besiegen, die schon 80% der
Menschen und des Territoriums von Nepal aus dem Griff feudaler Unterdrückung
befreit hat.
Während Europas Führer George Bushs
Orwellsche Welt willkommen heißen oder sogar mit ihr einig sind; eine Welt, in
der Invasion Befreiung, Besatzung Freiheit, Folter Demokratie und Krieg Frieden
ist – müssen wir, die Menschen in Europa, uns vereinigen, um eine vollkommen
andere Botschaft zu verkünden. Überall dort, wo George Bush und seine Gastgeber
ihre Gesichter zu zeigen wagen, müssen Tausende von uns auf die Straße gehen,
in entschlossenem Kampf für eine vollkommen andere Zukunft als diejenige, die
dieses System für uns bereitet, und mit der gemeinsamen Botschaft auf unseren
Fahnen: „Nein zu Bush und allem,
wofür er steht!“
Nord, Süd, Ost und West: Vereinigt die Volkskämpfe!
Provisorischer
Organisationsausschuss (Europa)
Volkswiderstandsbewegung
der Welt
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