In einem Land, von dem nie wieder Krieg ausgehen sollte, dass heute aber fast 10.000 Soldaten im ständigen Auslandeinsatz hat und damit zu einem Land geworden ist, dass nach dem USA/GBR die meisten Soldaten im Ausland stationiert, soll vom 24.-28. Juni erneut eine militärische Propagandashow unter dem Namen „Unser Heer“ stattfinden. Austragungsort soll nach der Luftwaffe- und Marineausstellung der letzten Jahre diesmal erneut Suhl sein, welche sich offiziell als „Stadt des Friedens“ betitelt. Für die Verantwortlichen der Stadt scheint das allerdings kein Widerspruch zu sein, preisen sie die geplante Veranstaltung in der lokalen Presse doch als Teil des Suhler Kultursommers an.
Unter Beifall der Stadtoberen und im Rampenlicht der Medien, soll somit den deutschen Großmachtinteressen überall auf der Welt sowie innerhalb Deutschlands ein freundliches Gesicht verliehen werden. Doch die Realität sieht anders aus. “Die Verteidigung der Bundesrepublik beginnt am Hindukusch... Künftige Einsätze lassen sich... weder hinsichtlich ihrer Intensität noch geografisch eingrenzen.“ (Neue Richtlinien der Bundeswehr 2003)“
Seit dem 11.September 2001 wird unter Führung der US-Imperialisten, unter dem Deckmantel „Kampf gegen den Terrorismus“, überall auf der Welt Krieg geführt. Bedroht davon sind alle Menschen, Organisationen und ganze Länder, die nicht im Sinne der USA und anderer Großmächte funktionieren und sich nicht total ihren Interessen unterwerfen.
Die Herrschenden in Deutschland haben die Gelegenheit genutzt und sich dieser Offensive angeschlossen, um sich wieder in die vorderste Reihe der Großmächte zu stellen. Die BRD ist heute Kriegspartei in vielen Länder der Welt. Dabei prangern ihre Friedenstiraden lediglich ihre Heuchelei an. Denn schon jetzt sind deutsche Truppen nicht nur in einem Dutzend Ländern der Welt stationiert, sondern geografisch schon weiter vorgestoßen, als es ihre faschistische Vorgängerarmee „Wehrmacht“ jemals geschafft hat. „Seit Beginn des deutschen Balkanarrangements waren insgesamt 120.000 deutsche Soldaten im Auslandseinsatz“ (Natogeneral Klaus Reinhardt, ARD)
Nach dem Überfall und der Bombardierung Afghanistans ist die Bundeswehr die Hauptbesatzungsmacht in Kabul.. Während der berüchtigten Großoffensive Anaconda im März 2002 standen deutsche Soldaten an vorderster Front. Allein dieser Militäroperation fielen rund 800 angebliche Talibankämpfer zum Opfer. (SZ) Deutsche Kriegsschiffe kontrollieren außerdem den Zugang zum Roten Meer und somit auch zu den angrenzenden Staaten.
Beim Angriffskrieg gegen den Irak hatten die Großmächte teilweise heftige Meinungsverschiedenheiten über die Bedingungen und Aufteilung der Beute untereinander. Doch konnte die USA ihre Stützpunkte in der BRD für den Krieg in vollem Umfang nutzen. Deutsche Soldaten schützten zu Tausenden die US-Kasernen und die US-Luftwaffe hatte in der BRD uneingeschränkte Überflugrechte, damit die Luftangriffe und der Nachschub reibungslos funktionieren konnten. Die medizinische Versorgung verwundeter GIs wird fast ausschließlich in Deutschland vorgenommen.
Deutsche Soldaten und Spürpanzer wurden im Kuwait stationiert und an der Grenze des Irak eingesetzt. Letztendlich legitimierten die Herrschenden in der BRD den Krieg, die Besatzung und Kolonialisierung des Irak nachträglich durch den UN-Sicherheitsrat.
Den Herrschenden geht es nicht um „Verteidigung von Demokratie und Menschenrechten“, was die aktuellen Folterbeweise gegen die US-Armee in erschütternder Art und Weise wiedereinmal offen legten. Es geht ihnen immer um die Durchsetzung imperialistischer Interessen, d.h. die Stärkung der politischen, ökonomischen und militärischen Kotrolle einer kleine Elite über den Globus. In diesem Zusammenhang sind auch das Abhalten von Heeresausstellungen oder auch öffentliche Gelöbnisse zu sehen. Sie sind Teil der psychologischen Kriegsvorbereitung und ein weiteres Mittel, mit den unser Blick für die Wahrheit getrübt werden soll.
Sie versuchen uns in einer aufwendigen Propagandainszenierung Stärke zu demonstrieren, Nationalismus und Chauvinismus einzutrichtern, der uns Glauben machen soll, dass die Bundeswehr zu unserer Sicherheit und Wahrung der Demokratie eintritt. Wie das aussieht, konnten wir daran sehen, wie die Bundeswehr mit geladenen Maschinengewehren auf demonstrierende Schüler in Heidelberg losgegangen ist, weil sie den Angriffskrieg gegen den Irak nicht widerstandslos hinnehmen wollten..
Deutschland ist wieder zu einer politischen und militärischen Weltmacht geworden. Um diese Position sowohl zu festigen als auch auszubauen, beteiligt es sich auch an einem Raubzug gegen die Unterdrückten der Welt
Die geplante Propagandashow „Unser Heer“ hat nur ein Ziel: Deutsche Großmachtpolitik und Militarismus soll gesellschaftsfähig gemacht werden um gesellschaftliche Akzeptanz für ihre Verbrechen anzuerziehen. Sie wollen die steigende soziale Unzufriedenheit der Bevölkerung und die Technikfaszination Jugendlicher benutzen, um noch mehr „Kanonenfutter“ für ihre schmutzigen Interessen anzuwerben. Doch was die Welt, aber auch wir hier von deutschen Soldaten zu erwarten haben hat die Vergangenheit zur Genüge aufgezeigt. Und es wird uns noch deutlicher gezeigt werden, wenn wir uns nicht bereit zeigen aus ihr zu lernen, was in dem Fall bedeutet die Militarisierung der deutschen Politik zu stoppen, indem wir sofort den Kampf dagegen aufnehmen. Überall auf der Welt sind Millionen von Menschen gegen die US-geführte imperialistischen Offensive aufgestanden. Sowohl im Irak, als auch in Afghanistan und Palästina wird der Kampf gegen die Besatzung von Tag zu Tag entschlossener und die Menschen in diesen Ländern für eine wirkliche antiimperialistische Alternative offener. Auch in anderen Teilen der Welt, besonders in Asien und Lateinamerika, aber verstärkt auch in Afrika erzeugen die von den Imperialisten erzeugten Widersprüche und Kämpfe eine nicht mehr zu löschende Zündschnur, welche die Phantasien der Großmächte platzen lassen kann. Der Ausgang dieses Kampfes wird unsere Zukunft entscheidend bestimmen. Wir als Teil dieses internationalen Widerstands müssen den Kriegstreibern und Kriegsprofiteuren auch hier in Deutschland unseren entschossenen und breiten Widerstand entgegensetzen, um sie zu bekämpfen und zu besiegen.
Volkswiderstandsbewegung der Welt, Regionalgruppe Südthüringen
Protestieren wir gemeinsam gegen die Bundesheeresausstellung in Suhl!
Menschen der Welt, vereinigt euch, um die US- und britische Besatzung des Iraks zu besiegen!
Stoppt jegliche Mittäterschaft durch europäische und andere Regierungen! Bekämpft den NATO-Gipfel in Istanbul!
Die Zukunft Gehört uns, wenn wir es wagen, dafür zu Kämpfen!
www.wprm.org
Kontakt unter: wprm_suedthueringen@hotmail.com
Aktuelle Infos zu den Aktionen: www..zella-mehlis-online.de.vu
www.wprm.org wprm@wprm.org
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Öffentliche Termine gegen die Bundesheeresausstellung in Suhl:
Aktionen vor dem Ausstellungsgelände auf dem Friedberg (Schießsportgelände)
24.06. Mahnwache: Donnerstag ab 14 Uhr
(15 Uhr soll die zentrale Auftaktveranstaltung nur für "geladene" Gäste der BW auf dem Ausstellungsgelände stattfinden.) "Geladen" sind wir natürlich auch!
25.06. Mahnwache: Freitag ab 10 Uhr
26.06. Aktionstag/Kundgebung mit Musikgruppen: Samstag 10-17 Uhr
Die restlichen Tage Mahnwache ab 10 Uhr