Volkswiderstandsbewegung der Welt

PRESSEMITTEILUNG

16.9.2003

Betr: Verhaftung und mögliche Auslieferung von Chandra Prakash Gajurel, führendes Mitglied der Kommunistischen Partei Nepals (Maoistisch)

PROTESTKUNDGEBUNG vor der indischen Botschaft
Donnerstag 18.9.2003 14.30

Die Volksbefreiungsbewegung der Welt hat eine weltweite Kampagne gestartet, um die Freiheit von Chandra Prakash Gajurel zu fordern und seine Auslieferung an Nepal durch die indische Regierung zu verhindern. In diesem Zusammenhang finden Aktionen überall auf der Welt statt, darunter eine Protestkundgebung vor der indischen Botschaft in Berlin am 18.9.2003 um 14.30.


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Hintergrund:

Am 20. August wurde Chandra Prakash Gajurel, auch als Genosse Gaurav bekannt, ein Führer des Volkskriegs, der durch Nepal fegt, durch die indische Behörden verhaftet als er versuchte, nach Europa zu reisen, um den Kampf gegen die imperialistische Intervention in seinem Land zu unterstützen. Die reaktionäre Monarchie, die über Nepal herrscht, beabsichtigt jetzt seine Auslieferung aus Indien zu verlangen, das wiederholt nepalische Revolutionäre zurück in die Kerker der Regierung geschickt hat. Bislang hat die indische Regierung dem Genossen Gaurav lediglich des Besitzes von illegalen Ausweispapieren beschuldigt, aber in Ländern wie Indien werden solche Vergehen in der Regel als geringfügige Angelegenheiten behandelt und schnell erledigt. Die Tatsache, dass sie Wochen später immer noch den Genossen Guarav festhalten, während ein Auslieferungsverfahren im Gange ist, zeigt, dass das was sie vorhaben nichts mit "Gerechtigkeit" und alles mit politischer Unterdrückung zu tun hat. Seit den frühen Stadien des Volkskriegs hat die Königliche Nepalesische Armee einen "schmutzigen Krieg" nach Art der US-Aufstandsbekämpfung geführt, einschließlich des "Verschwindenlassens" von Hunderten von Revolutionären. Die Volkswiderstandsbewegung der Welt ruft fortschrittlichen Menschen rund um die Welt dringend dazu auf, den Versuch zu vereiteln, diesen revolutionären Führer in die Hände seiner Möchtegerne-Hinrichter zu liefern.

Bei dem Versuch, dieses Verbrechen zu rechtfertigen, wiederholen die indischen Behörden ganz laut die Verleumdungen der US-Regierung, die den Volkskrieg und seine Führer als "terroristisch" bezeichnen. Doch die Weltpresse, sogar die bürgerliche Medien wie die BBC, die französische Le Monde, die New York Times und India Today sind gezwungen worden anzuerkennen, dass Millionen von Nepalesen sich auf die Seite des Volksaufstands in Nepal gestellt haben. An der Spitze davon steht die Kommunistische Partei Nepals (Maoistisch), wovon Genosse Gaurav ein Führer ist. Dieser Befreiungskampf lässt sich auf keinen Fall als "terroristisch" bezeichnen.

Nach sieben Jahren revolutionären Kampfs hält das nepalesische Volk, das mit das ärmste der Welt ist, nunmehr die Macht in großen Teilen der ländlichen Gebiete. Es ergreift Boden, baut Schulen, organisiert Volkskliniken und fängt an, sein Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Ein wesentlicher Faktor bei dieser Umwandlung ist das Hervortreten einer Gruppe von Führern, die fest entschlossen sind, den Kampf bis hin zur völligen Befreiung fortzuführen - dazu gehört der Genosse Gaurav.

Die nepalischen Streitkräfte haben auf den Volksaufstand mit grausamer blutiger Repression geantwortet. Amnesty International und viele andere Menschenrechtsorganisationen haben die Kampagne von Folter, "Verschwindenlassen" sowie die vielen "bei Fluchtversuchen Getöteten" durch die Königliche Nepalesische Armee, die durch die USA und Indien unterstützt wird, dokumentiert. Ein wesentlicher Teil einer solchen Unterdrückungskampagne ist schon immer gewesen, auf die Führer des Volkskampfs zu zielen. Die Volkswiderstandsbewegung der Welt ruft fortschrittlichen Menschen rund um die Welt dazu auf, die Pläne zu vereiteln, Genossen Guarav an Nepal auszuliefern und seine Freiheit zu verlangen. Handelt jetzt, denn morgen könnte es zu spät sein!